Kryptowährungen

Welche Altcoins kannst du minen in 2026? – Was lohnt sich?

Bist du auf der Suche nach Möglichkeiten, dich im Krypto-Mining zu beteiligen, ohne gleich in teure Bitcoin-ASIC-Miner investieren zu müssen? Dann könnte das Altcoin-Mining genau das Richtige für dich sein. Altcoins bieten 2026 eine Vielzahl von Optionen – von GPU-freundlichen Coins bis hin zu CPU-minierbaren Projekten. In diesem Artikel erfährst du, welche Altcoins sich 2026 noch lohnen, welche Hardware du brauchst und wie du loslegen kannst.

Einführung in das Altcoin-Mining 2026

Altcoins (Alternative Coins) bezeichnen alle Kryptowährungen, die nicht Bitcoin sind. Viele davon nutzen weiterhin den Proof-of-Work-Konsensmechanismus und können aktiv gemint werden. Der große Vorteil gegenüber Bitcoin-Mining: Der Einstieg ist oft deutlich günstiger, da viele Altcoins mit handelsüblichen GPUs oder sogar CPUs gemint werden können – teure ASIC-Miner sind nicht immer erforderlich.

Wichtig vorab: Ethereum (ETH) ist seit September 2022 nicht mehr minebar. Mit „The Merge“ hat Ethereum auf Proof of Stake umgestellt. Wer nach Ethereum-Mining sucht, wird enttäuscht – es existiert schlicht nicht mehr. Ethereum Classic (ETC) hingegen nutzt weiterhin Proof of Work und ist eine Option.

Der größte Vorteil von GPU-Mining ist die Flexibilität: Du kannst je nach Rentabilität zwischen verschiedenen Coins wechseln und bist nicht an einen einzigen Algorithmus gebunden. Tools wie WhatToMine helfen dir dabei, den aktuell profitabelsten Coin für deine Hardware zu ermitteln.

Die besten minierbaren Altcoins 2026

Monero (XMR): Der König des CPU-Minings

Monero ist das führende Projekt für privatsphäreorientierte Transaktionen und nutzt den RandomX-Algorithmus, der gezielt für CPU-Mining optimiert ist. Das Besondere: RandomX ist ASIC-resistent, was bedeutet, dass du mit einem normalen Computer konkurrenzfähig bist. Monero anonymisiert Transaktionen durch Ring-Signaturen, Stealth-Adressen und RingCT, was es zu einer der wenigen wirklich fungiblen Kryptowährungen macht. Beachte jedoch, dass einige Börsen Monero aufgrund regulatorischen Drucks gedelistet haben, was den Verkauf erschweren kann.

Ethereum Classic (ETC): Die größte GPU-Mining-Option

Ethereum Classic entstand 2016 als Fork von Ethereum und nutzt den Etchash-Algorithmus (eine Variante von Ethash). Nach dem Ende des ETH-Minings hat sich ein Teil der ehemaligen Ethereum-Miner auf ETC verlagert. Die Netzwerk-Schwierigkeit ist deutlich niedriger als bei Bitcoin, und ETC kann sowohl mit GPUs als auch mit spezialisierten ASICs gemint werden. ETC hat keinerlei Pläne, auf Proof of Stake umzustellen, was es zu einer langfristig stabilen Mining-Option macht.

Ravencoin (RVN): ASIC-resistent und GPU-freundlich

Ravencoin wurde speziell für die einfache Übertragung digitaler Assets entwickelt und nutzt den KAWPOW-Algorithmus, der ASIC-resistent ist. Das macht Ravencoin zu einer der fairsten Optionen für GPU-Miner, da große ASIC-Farmen keinen Vorteil haben. Im Januar 2026 fand das zweite Ravencoin-Halving statt, wodurch die Blockbelohnung von 2.500 auf 1.250 RVN reduziert wurde. Die Rentabilität hängt stark vom RVN-Kurs ab.

Litecoin (LTC) + Dogecoin (DOGE): Merged Mining mit Scrypt

Litecoin und Dogecoin nutzen beide den Scrypt-Algorithmus und können dank Merged Mining gleichzeitig geschürft werden – du minest LTC und erhältst DOGE-Belohnungen on top, ohne zusätzlichen Strom zu verbrauchen. Allerdings ist Solo-Mining bei beiden Coins mit GPUs kaum noch profitabel. Für Scrypt-Mining benötigst du 2026 einen dedizierten ASIC-Miner. Die Kombination aus LTC und DOGE macht Merged Mining aber zu einer der attraktivsten ASIC-Optionen neben Bitcoin.

Kaspa (KAS): Der Newcomer mit BlockDAG

Kaspa nutzt eine innovative BlockDAG-Architektur (statt einer klassischen Blockchain) und den kHeavyHash-Algorithmus. Das Projekt zeichnet sich durch extrem schnelle Blockzeiten und hohe Skalierbarkeit aus. Kaspa war anfangs GPU-freundlich, mittlerweile gibt es aber auch ASIC-Miner für kHeavyHash. Die wachsende Community und aktive Entwicklung machen Kaspa zu einem der interessantesten Newcomer im Mining-Bereich.

Hardware-Anforderungen: Was brauchst du?

CPU-Mining (für Monero und ähnliche Coins)

Für CPU-Mining brauchst du einen leistungsfähigen Mehrkern-Prozessor. Aktuelle AMD Ryzen 7 oder Ryzen 9 Modelle eignen sich besonders gut, da RandomX von großen L3-Caches profitiert. Die Einstiegskosten sind gering – ein vorhandener Desktop-PC kann bereits ausreichen. Die Erträge sind allerdings bescheiden: Rechne mit wenigen Euro pro Monat und Gerät.

GPU-Mining (für ETC, Ravencoin, Kaspa und mehr)

Für GPU-Mining sind moderne Grafikkarten von NVIDIA oder AMD empfehlenswert. Aktuelle Modelle wie die NVIDIA RTX 4070/4080 oder AMD RX 7800 XT bieten ein gutes Verhältnis von Hashrate zu Stromverbrauch. Der große Vorteil: GPUs sind flexibel und können je nach Marktlage zwischen verschiedenen Coins wechseln. Achte auf ausreichend VRAM (mindestens 8 GB) und eine effiziente Kühlung.

ASIC-Mining (für LTC/DOGE, Kaspa, Zcash)

Für Scrypt-basierte Coins (LTC/DOGE) und einige andere Algorithmen gibt es spezialisierte ASIC-Miner, die deutlich effizienter als GPUs arbeiten. Der Nachteil: ASICs sind teuer, laut und nur für einen bestimmten Algorithmus nutzbar. Wenn der Coin unrentabel wird, ist die Hardware praktisch wertlos.

Schritt für Schritt: Dein erstes Altcoin minen

1. Coin und Hardware auswählen

Nutze WhatToMine oder einen ähnlichen Rentabilitätsrechner, um den aktuell profitabelsten Coin für deine vorhandene Hardware zu ermitteln. Berücksichtige dabei Stromkosten, Netzwerk-Schwierigkeit und den aktuellen Coin-Kurs.

2. Mining-Pool auswählen

Solo-Mining lohnt sich bei den meisten Altcoins nur noch für sehr große Operationen. Schließe dich stattdessen einem Mining-Pool an. Empfehlenswerte Pools je nach Coin sind:

3. Mining-Software installieren

Die richtige Mining-Software hängt von deinem Algorithmus und deiner Hardware ab:

Konfiguriere die Software mit deiner Pool-Adresse und Wallet-Adresse. Die meisten Programme werden über eine Konfigurationsdatei oder Kommandozeilenparameter eingerichtet.

4. Wallet einrichten und Auszahlung konfigurieren

Erstelle ein Wallet für den jeweiligen Coin. Für langfristige Aufbewahrung empfehlen sich Hardware-Wallets wie Ledger oder Trezor (sofern der Coin unterstützt wird). Für Coins, die nicht von Hardware-Wallets unterstützt werden, nutze das offizielle Software-Wallet des Projekts. Konfiguriere im Mining-Pool deine Auszahlungsschwelle und Wallet-Adresse.

Rentabilität realistisch einschätzen

Die ehrliche Wahrheit: Altcoin-Mining ist 2026 für die meisten Hobby-Miner kein Weg zu großen Gewinnen. Die Erträge sind bei den meisten GPU-minierbaren Coins gering, und nach Abzug der Stromkosten bleibt oft nur ein kleiner Gewinn – oder sogar ein Verlust, wenn die Strompreise hoch sind.

Einige Faustregeln:

  • Strompreis über 0,20 €/kWh: Altcoin-Mining ist in den meisten Fällen unrentabel.
  • Strompreis unter 0,10 €/kWh: Profitables Mining ist mit effizienter Hardware möglich.
  • Vorhandene Hardware nutzen: Wenn du bereits eine leistungsfähige GPU besitzt, sind die Zusatzkosten nur Strom – das senkt die Einstiegshürde erheblich.
  • Flexibel bleiben: Nutze Algo-Switching-Tools oder Plattformen wie NiceHash, um automatisch den profitabelsten Coin zu minen.

Berechne deine erwartete Rentabilität immer mit aktuellen Daten auf WhatToMine, bevor du investierst. Und vergiss nicht: Mining-Erträge sind in den meisten Ländern steuerpflichtig.

Tipps für erfolgreiches Altcoin-Mining

  • Marktbedingungen beobachten: Der Kryptomarkt ist volatil. Überprüfe regelmäßig, ob dein gewählter Coin noch profitabel ist, und wechsle bei Bedarf.
  • Stromkosten minimieren: Nutze günstige Stromtarife, Nachtstromtarife oder erwäge den Einsatz eigener Solaranlagen.
  • Abwärme nutzen: Im Winter kann die Abwärme deiner GPUs oder ASICs als Heizung dienen und die effektiven Stromkosten senken.
  • Community nutzen: Beteilige dich an Mining-Foren und Subreddits (r/gpumining, r/MoneroMining), um aktuelle Tipps und Erfahrungen auszutauschen.
  • Sicherheit nicht vergessen: Halte deine Mining-Software aktuell, nutze starke Passwörter und bewahre deine Coins in einem sicheren Wallet auf.

Hinweis: Die Inhalte dieses Artikels dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Anlageberatung dar. Kryptowährungsinvestitionen sind mit erheblichen Risiken verbunden. Die Rentabilität von Mining kann sich jederzeit ändern. Informiere dich gründlich und ziehe bei Bedarf professionelle Beratung hinzu.

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Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Krypto-Mining birgt erhebliche Risiken, darunter hohe Stromkosten, Hardware-Verschleiß und volatile Kryptowährungskurse. Investitionen in Mining-Hardware sollten sorgfältig abgewogen werden. Vergangene Erträge sind kein Indikator für zukünftige Gewinne.

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