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ASIC vs. GPU Mining 2026: Was bringt mehr Rendite?

Dein Mining-Setup 2026: ASIC vs. GPU – welche Technik bringt mehr Rendite?

Lesezeit: ca. 14 Minuten · Stand: Juni 2026

Du willst 2026 in Krypto-Mining einsteigen oder dein bestehendes Setup neu ausrichten — und stehst vor der Grundsatzfrage: spezialisierter ASIC-Miner oder flexibles GPU-Rig? Die Antwort entscheidet über vier- bis fünfstellige Anschaffungssummen, deinen Stromverbrauch und am Ende darüber, ob unter dem Strich überhaupt etwas hängenbleibt. Die Sachlage ist eindeutig: ASIC-Hardware dominiert das Bitcoin-Mining mit einer Effizienz, an die kein Grafikkarten-Stapel herankommt — schon der erste ASIC-Miner von 2013 war rund 1.000-mal effizienter als GPU-Mining, und der Abstand ist seither nur größer geworden. GPUs wiederum haben mit dem Ethereum-Merge im September 2022 ihre profitabelste Einnahmequelle verloren und halten sich seitdem mit Altcoins wie Kaspa, Ravencoin und Ergo über Wasser.

Wichtiger Hinweis vorab: Dieser Artikel ist eine technische Anleitung und ausdrücklich keine individuelle Anlage- oder Steuer-Beratung. Mining-Erträge hängen von Coin-Kurs, Netzwerk-Difficulty und deinem Stromtarif ab — drei Größen mit extrem hoher Volatilität. Ein Setup, das heute Gewinn abwirft, kann nach dem nächsten Difficulty-Anstieg oder Kurssturz rote Zahlen schreiben. Ein Totalverlust der Investition ist jederzeit möglich, wenn die Hardware schneller an Wert verliert, als sie einspielt.

Dieser Ratgeber für howtomine.de sortiert die Faktenlage Juni 2026: Wir vergleichen Hash pro Watt, rechnen Break-Even bei deutschen Strompreisen durch, ordnen die aktuellen Top-Geräte ein und zeigen, für welchen Typ Miner welche Technik tatsächlich Sinn ergibt — inklusive der Stolperfallen, die in den meisten Hochglanz-Vergleichen unter den Tisch fallen.

ASIC oder GPU? Die Grundlagen der Mining-Rendite

Bevor du auch nur einen Euro ausgibst, musst du verstehen, warum die beiden Technologien grundverschiedene Werkzeuge sind. Ein ASIC (Application-Specific Integrated Circuit) ist ein Chip, der genau einen Hashing-Algorithmus berechnet — und sonst nichts. Eine GPU ist ein Allzweck-Rechenwerk, das viele verschiedene Algorithmen bedienen kann, dafür aber keinen davon mit maximaler Effizienz.

Kriterium ASIC GPU-Rig
Effizienz sehr hoch (~16–19 J/TH bei Bitcoin) deutlich niedriger, dafür algorithmenflexibel
Flexibilität nur ein Algorithmus (SHA-256/Bitcoin) Coinwechsel jederzeit möglich
Lärm / Hitze hoch (~75 dB, mehrere kW Abwärme) moderater, wohnraumnäher betreibbar
Wiederverkauf nur an Miner, bei Veralten kaum Wert breiter Markt (Gaming, Kreativ, KI)
Einstieg Industriehardware, hoher Einmalbetrag schrittweiser Aufbau möglich

Funktionsweise und Effizienz: Hash pro Watt im direkten Vergleich

Die entscheidende Kennzahl beim Mining ist nicht die rohe Hashrate, sondern die Effizienz — also wie viele Hashes du pro verbrauchtem Watt bekommst. Genau hier spielt der ASIC seine Stärke aus. Ein moderner Bitcoin-ASIC arbeitet im Bereich von rund 16 bis 19 Joule pro Terahash (J/TH), die effizientesten luftgekühlten Spitzenmodelle liegen sogar darunter; ein GPU-Rig auf einem SHA-256-fremden Algorithmus liegt um Größenordnungen darüber, weil es einen Großteil seiner Energie in Chip-Bereiche steckt, die für die Berechnung gar nicht nötig wären. Für Bitcoin ist GPU-Mining deshalb seit Jahren wirtschaftlich tot — wer das 2026 noch behauptet, ignoriert die Physik der Sache.

Der Haken: Diese Effizienz gilt nur für den einen Algorithmus, für den der ASIC gebaut wurde. Ändert ein Coin seinen Algorithmus oder wird er unprofitabel, ist der ASIC Elektroschrott. Eine GPU dagegen wechselt einfach zum nächsten profitablen Altcoin. Diese Flexibilität ist der eigentliche Wert der GPU — nicht ihre Effizienz.

Anschaffungskosten, Lebensdauer und Wiederverkaufswert

Ein aktueller Bitcoin-ASIC der Spitzenklasse kostet je nach Modell und Verfügbarkeit grob im vierstelligen bis unteren fünfstelligen Euro-Bereich — die Preise schwanken stark mit Bitcoin-Kurs und Liefersituation, prüfe sie also tagesaktuell beim Händler. Ein vergleichbar leistungsfähiges GPU-Rig aus mehreren Grafikkarten landet in einer ähnlichen Größenordnung, lässt sich aber schrittweise aufbauen.

Beim Wiederverkaufswert kehrt sich das Bild um: Eine Grafikkarte kannst du am Gebrauchtmarkt an Gamer:innen, Kreativ-Nutzer:innen oder den wachsenden Markt für lokale KI-Modelle verkaufen — manche GPU-Besitzer:innen nutzen ihre Karten inzwischen lieber für KI-Workloads als fürs Mining, weil die Auslastung verlässlicher Geld bringt. Einen ausgelutschten Bitcoin-ASIC will dagegen außerhalb der Mining-Szene niemand haben. Wenn du die reine Hardware-Wahl vertiefen willst, lohnt unser direkter Praxis-Test RTX 4090 vs. RX 7950 XTX: Beste Mining-GPU 2026.

ASIC-Miner 2026: Maximale Leistung für Bitcoin & Co.

Wenn dein Ziel Bitcoin heißt, führt 2026 kein Weg am ASIC vorbei. Die Frage ist nur, welches Gerät — und ob du die Begleiterscheinungen im Wohnumfeld in den Griff bekommst.

Top-Geräte: Antminer S21 Hydro vs. Whatsminer M60S

Zwei Modellfamilien geben 2026 den Ton an. Der Bitmain Antminer S21 Hydro setzt auf Wasserkühlung und erreicht damit Hashraten im Bereich von mehreren Hundert TH/s bei einer Top-Effizienz (Herstellerangaben für die aktuellen Hydro-Modelle reichen bis in den Bereich um 11 bis 16 J/TH) — die Wasserkühlung erlaubt höhere Taktraten bei kontrollierter Temperatur, verlangt aber einen entsprechenden Kühlkreislauf samt Dry Cooler, den du nicht mal eben ins Schlafzimmer stellst.

Der MicroBT Whatsminer M60S ist die luftgekühlte Alternative — laut Herstellerangaben rund 186 TH/s bei etwa 18,5 J/TH, mit integriertem Netzteil und solidem Ruf bei der Verarbeitung, dafür mit niedrigerer Spitzen-Hashrate als die Hydro-Variante. Beide Werte verstehen sich als Herstellerangaben zum Stand der Recherche — konkrete Hashrate, Leistungsaufnahme und Preis schwanken je nach Charge und Firmware, prüfe die Spezifikation direkt beim Händler, bevor du bestellst. Eine Modellübersicht mit Einordnung findest du in unserer ASIC-Miner-Kaufberatung 2026; achte beim Kauf besonders auf Garantie-Bedingungen und ob es sich um Neuware oder gebrauchte Hardware handelt.

Vor- und Nachteile: hohe Hashrate, aber Lärm, Hitze und Spezialisierung

Die Stärke des ASIC ist seine kompromisslose Leistung — und genau die produziert die Probleme. Ein luftgekühlter ASIC erreicht im Betrieb Lautstärken um 75 Dezibel und mehr, das entspricht einem Staubsauger, der nie ausgeht. Heim-Mining-Communities nennen Hitzestau und Lärm als die zwei häufigsten Gründe, warum Einsteiger:innen ihr ASIC-Projekt nach wenigen Wochen wieder einstellen. Eine Wohnung ohne separaten Technikraum, Keller oder Garage ist für einen ASIC schlicht ungeeignet.

Der zweite Nachteil ist die Spezialisierung: Du bist an Bitcoin beziehungsweise SHA-256-Coins gebunden. Kein Coinwechsel, keine Diversifikation, kein Plan B, wenn die Difficulty davonläuft. Wie du Aufstellung und Kühlung sauber löst, zeigt unser direkter Test Wasserkühlung vs. Lüfter 2026.

GPU-Mining: Flexibilität bei Altcoins nutzen

GPU-Mining ist 2026 die niederschwelligere Option — du kannst direkt vom heimischen Rechner aus starten, ohne Industriehardware zu bestellen. Der Preis dieser Flexibilität ist eine deutlich dünnere Marge.

Profitable Coins nach dem Ethereum-Merge: Kaspa, Ravencoin, Ergo

Seit Ethereum im September 2022 auf Proof-of-Stake umgestellt hat, fehlt GPU-Miner:innen der mit Abstand lukrativste Coin. Was bleibt, ist ein Feld kleinerer Proof-of-Work-Altcoins. Die 2026 am häufigsten genannten Kandidaten fürs Heim-Mining sind Ravencoin (KawPow, ASIC-resistent ausgelegt), Ergo (Autolykos) und Alephium. Kaspa (kHeavyHash) war lange der GPU-Liebling, wird inzwischen aber zunehmend von spezialisierten Kaspa-ASICs dominiert — das GPU-Zeitfenster schließt sich hier, ein wichtiger Punkt, den ältere Ratgeber oft übersehen.

Wichtig zur Einordnung: Diese Coins sind teils hochvolatil und marktkapitalisierungsschwach. Ein Kursanstieg kann das Mining über Nacht profitabel machen — ein Kurseinbruch ebenso schnell unrentabel. Du minst hier keine etablierte Wertanlage, sondern spekulative Token, deren Preis sich vervielfachen oder gegen null tendieren kann. Das ist kein Grund, es zu lassen, aber ein Grund, nichts zu investieren, dessen Verlust du nicht verkraftest.

Beste Grafikkarten 2026 für Effizienz und ROI

Bei GPUs zählt fürs Mining vor allem Effizienz (Hashrate pro Watt) und Speicherbandbreite, nicht die reine Gaming-Leistung. In der aktuellen Generation rückt etwa die NVIDIA GeForce RTX 5070 in den Fokus — sie bietet ein brauchbares Verhältnis aus Anschaffungspreis, Verbrauch und Mining-Leistung; auf AMD-Seite lohnt der Blick auf die jeweils aktuelle Mittelklasse. Ältere Flaggschiffe wie die RTX 4090 minen zwar schnell, ihr hoher Stromhunger frisst die Marge bei deutschen Strompreisen aber oft wieder auf.

Entscheidend ist das Undervolting: Wer eine Mining-GPU nicht im Powerlimit drosselt, verschenkt Marge. Eine gut eingestellte Karte läuft mit deutlich reduzierter Leistungsaufnahme bei nur geringem Hashrate-Verlust — das ist der Hebel, der über Plus oder Minus entscheidet. Konkrete Effizienz-Werte pro Karte und Coin ändern sich mit jeder Treiber- und Difficulty-Anpassung; verlass dich auf tagesaktuelle Daten statt auf Monate alte Benchmarks.

Rendite-Vergleich: Break-Even und Stromkosten kalkulieren

Hier trennt sich Werbung von Wirklichkeit. Die meisten „Mining lohnt sich"-Videos rechnen mit US-Industriestrompreisen — in Deutschland sieht die Gleichung anders aus.

Realistische ROI-Berechnung bei deutschen Strompreisen

Der deutsche Haushaltsstrompreis liegt 2026 grob im Bereich von 30 bis 40 Cent pro Kilowattstunde — prüfe deinen konkreten Tarif, denn er ist die wichtigste Variable in der ganzen Rechnung. Ein ASIC mit rund 3.000 bis 5.000 Watt Dauerlast läuft pro Tag 72 bis 120 Kilowattstunden durch. Bei 35 Cent sind das grob 25 bis 42 Euro Stromkosten — täglich. Über den Monat schnell 750 bis 1.250 Euro, die der Miner erst einspielen muss, bevor überhaupt an die Amortisation der Hardware zu denken ist.

Wie ernüchternd das wird, zeigt eine verbreitete Beispielrechnung: Ein Antminer S21 mit rund 3.500 Watt frisst bei einem Haushaltstarif von 0,37 €/kWh täglich über 31 Euro Strom, während der Bitcoin-Ertrag bei aktuellem Kurs und Netzwerk-Difficulty oft darunter liegt — unterm Strich ein Minus von rund 18 Euro pro Tag. Genau deshalb ist Heim-Mining in Deutschland am Haushaltstarif oft ein Verlustgeschäft, sobald der Coin-Kurs nachgibt oder die Difficulty steigt. Wer hier nüchtern durchrechnet — und das tun viele Anbieter:innen bewusst nicht — landet bei Break-Even-Zeiten, die je nach Marktlage zwischen einem knappen Jahr und „nie" schwanken. Eine vollständige Aufschlüsselung aller Kostenposten findest du in unserem Artikel Mining-Kosten 2026: Was du wirklich zahlst.

Mining-Rechner richtig nutzen: Difficulty und Coin-Kurs einbeziehen

Ein Mining-Rechner (etwa WhatToMine oder die Kalkulatoren der Pools) ist Pflicht vor jedem Kauf — aber nur so gut wie deine Eingaben. Die drei Stellschrauben:

    • Stromtarif: Trage deinen echten Cent-pro-kWh-Wert ein, nicht den optimistischen Default.
    • Netzwerk-Difficulty: Sie steigt tendenziell mit jeder neuen Hardware-Generation und frisst deine Erträge schleichend auf. Rechne konservativ mit steigender Difficulty, nicht mit dem Status quo.
    • Coin-Kurs: Rechne mit dem aktuellen Kurs und mit einem Pessimismus-Szenario (Kurs halbiert). Wenn das Setup nur beim Mond-Szenario profitabel ist, ist es kein Setup, sondern eine Wette.

Ein verbreiteter Denkfehler: den heutigen Tagesertrag mal 365 zu rechnen. Difficulty und Kurs ändern sich täglich — die Projektion über ein Jahr ist bestenfalls eine grobe Orientierung, niemals eine Zusage. Eine genaue Aufstellung aller versteckten Posten liefert unser Mining-Kostenrechner 2026.

Steuern: Was Miner in Deutschland beachten müssen

Ein Punkt, der in technischen Vergleichen fast immer fehlt, aber über die echte Rendite mitentscheidet: die Steuer. In Deutschland gelten Mining-Erträge in der Regel als sonstige Einkünfte nach § 22 Nr. 3 EStG und sind bereits im Zeitpunkt des Zuflusses steuerpflichtig — bewertet zum Euro-Marktwert der Coins am Tag des Erhalts. Es gibt eine Freigrenze von 256 Euro pro Jahr für sonstige Einkünfte; wird sie überschritten, ist der gesamte Betrag steuerpflichtig (keine Freibetrags-, sondern Freigrenzen-Logik). Verkaufst du die geminten Coins später innerhalb eines Jahres mit Gewinn, fällt darauf zusätzlich Steuer im Rahmen des privaten Veräußerungsgeschäfts (§ 23 EStG) an — die Haltefrist startet mit dem Mining-Zufluss neu.

Hinzu kommt seit dem 1. Januar 2026 das Kryptowerte-Steuertransparenzgesetz (KStTG), die deutsche Umsetzung der EU-Richtlinie DAC8: Krypto-Dienstleister melden Transaktionsdaten automatisch an die Finanzbehörden, der EU-weite Austausch beginnt 2027. Das schafft keine neuen Steuern, macht aber nicht erklärte Erträge deutlich leichter auffindbar. Ob dein Mining als privat oder gewerblich gilt, hängt vom Einzelfall ab (Umfang, Gewinnerzielungsabsicht, Organisation) — das ist genau der Punkt, an dem sich eine Steuerberatung mit Krypto-Schwerpunkt auszahlt. Dieser Abschnitt ersetzt keine solche Beratung.

Häufige Fehler vermeiden

Fehler Besser so
Mit dem Standard-Stromtarif rechnen und ihn ignorieren Der Haushaltstarif macht Heim-Mining in Deutschland oft unrentabel. Ohne günstigen Tarif, PV-Überschuss oder Spezialvertrag werden die laufenden Kosten massiv unterschätzt.
ASIC in der Wohnung betreiben Lärm um 75 dB und mehrere kW Abwärme sind in Wohnräumen nicht tragbar. Ohne Keller, Garage oder belüfteten Technikraum wird das Projekt zur Belastung.
GPU ohne Undervolting laufen lassen Eine ungedrosselte Karte verbrennt Strom für minimalen Mehrertrag. Ohne sauberes Powerlimit verschenkst du den entscheidenden Margen-Hebel.
Difficulty-Anstieg nicht einkalkulieren Die Netzwerk-Schwierigkeit steigt tendenziell weiter. Wer mit der heutigen Difficulty über Jahre hochrechnet, plant mit Erträgen, die es so nicht geben wird.
Steuerpflichten übersehen Mining-Erträge sind ab dem ersten Zufluss steuerlich relevant (§ 22 Nr. 3 EStG, 256-€-Freigrenze). Wer das ignoriert, riskiert Nachzahlungen – seit 2026 mit automatischer Meldepflicht leichter auffindbar.
Gebrauchte Hardware ohne Garantie kaufen Gebraucht-ASICs aus unbekannter Quelle sind oft verschlissen. Ohne Garantie und Prüfmöglichkeit kaufst du die Katze im Sack.

Das optimale Setup für deinen Einstieg

Es gibt nicht das eine richtige Setup — es gibt das Setup, das zu deinem Stromtarif, deinem Standort und deiner Risikobereitschaft passt. Trotzdem lassen sich klare Empfehlungen ableiten.

Hybrid-Strategie: ASIC für Bitcoin, GPU für Altcoin-Diversifikation

Wer ernsthaft und mit ausreichend Kapital einsteigt, fährt 2026 oft eine Mischstrategie: ein ASIC als Bitcoin-Standbein für die maximale Effizienz auf dem etabliertesten Coin, plus ein kleineres GPU-Rig für die Flexibilität, profitable Altcoins zu wechseln und nicht von einem einzigen Coin abhängig zu sein. So koppelst du die Effizienz der einen mit der Anpassungsfähigkeit der anderen Technik.

Für reine Einsteiger:innen mit begrenztem Budget ist dagegen ein einzelnes, gut eingestelltes GPU-Rig der vernünftigere Start: geringeres Anfangsinvestment, leiser, im Notfall am Gebrauchtmarkt verkäuflich und ohne das Klumpenrisiko, mehrere tausend Euro in einen spezialisierten Bitcoin-ASIC zu stecken, dessen Amortisation am Haushaltsstrom fraglich ist. Mining ist hier eher Lern- und Hobby-Projekt als verlässliche Einkommensquelle — und sollte auch so behandelt werden. Wie der Einstieg konkret aussieht, zeigt unser Mining-Einsteiger-Guide 2026.

Standort, Kühlung und Stromtarif für maximalen Gewinn optimieren

Drei Hebel entscheiden 2026 über Plus oder Minus, und keiner davon ist die Hardware selbst:

    • Stromtarif senken: Der mit Abstand größte Hebel. Eigener PV-Strom, ein günstiger Anbieter oder dynamische Tarife können die laufenden Kosten halbieren. Ohne Arbeit am Strompreis ist jede Hardware-Optimierung Kosmetik.
    • Standort und Kühlung: Ein kühler, belüfteter Raum verlängert die Hardware-Lebensdauer und senkt den Kühlaufwand. Die Abwärme im Winter zum Heizen zu nutzen, holt einen Teil der Stromkosten zurück.
    • Pool statt Solo: Für Heim-Setups ist Solo-Mining praktisch chancenlos. Ein etablierter Mining-Pool glättet die Erträge zu planbaren, kleinen Auszahlungen — achte auf Pool-Gebühr und Auszahlungsschwelle. Welcher Pool sich lohnt, klärt unser Mining-Pool-Vergleich 2026.

Quellen und weiterführende Informationen

    • WhatToMine – Mining-Profitabilitätsrechner für ASIC- und GPU-Hardware (whattomine.com)
    • Bundesfinanzministerium (BMF) – Schreiben zur ertragsteuerlichen Behandlung von Kryptowerten (zuletzt 6.3.2025) zur Einordnung von Mining-Erträgen
    • Kryptowerte-Steuertransparenzgesetz (KStTG) / EU-Richtlinie DAC8 (EU 2023/2226) – Meldepflichten seit 1.1.2026
    • MillionMiner / D-Central – aktuelle ASIC-Effizienzdaten (J/TH) und Modellvergleiche Antminer S21-Serie, Whatsminer M60-Serie
    • Marktübersichten zur GPU-Mining-Profitabilität 2026 (u. a. zu Kaspa, Ravencoin, Ergo, Alephium und der ASIC-Migration bei Kaspa)

Haftungsausschluss

Dieser Artikel auf howtomine.de dient ausschließlich der allgemeinen Information und sachlichen Orientierung rund um das Kryptowährungs-Mining; er stellt weder eine individuelle Anlage- noch eine Steuerberatung dar. Investitions- und Kaufentscheidungen, insbesondere bei kostenintensiven ASIC-Maschinen oder umfangreichen GPU-Rigs, solltest du stets auf Grundlage deiner persönlichen finanziellen Situation und nach Rücksprache mit geeigneten Fachleuten treffen.

Risiko-Hinweis: Mining-Erträge hängen von Coin-Kurs, Netzwerk-Difficulty und Stromtarif ab – allesamt hochvolatil. Technische Kennzahlen (Effizienz, Hashrate, Stromverbrauch) und Rentabilitätsprognosen entsprechen dem Recherchestand und können kurzfristig überholt sein. Kryptowährungen unterliegen extremen Preisschwankungen; ein vollständiger Verlust des eingesetzten Kapitals ist jederzeit möglich und besonders dann kritisch, wenn Hardware auf Kredit finanziert oder laufende Kosten durch Mining-Einnahmen gedeckt werden sollen.

Steuerlicher und rechtlicher Rahmen (Auswahl): Mining-Erträge gelten in der Regel als sonstige Einkünfte nach § 22 Nr. 3 EStG (steuerpflichtig bei Zufluss zum Marktwert, Freigrenze 256 € pro Jahr); ein späterer Verkauf der Coins innerhalb eines Jahres fällt unter das private Veräußerungsgeschäft (§ 23 EStG). Maßgeblich ist das BMF-Schreiben vom 6.3.2025. Seit dem 1.1.2026 verpflichtet das Kryptowerte-Steuertransparenzgesetz (KStTG) in Umsetzung der EU-Richtlinie DAC8 (EU 2023/2226) Krypto-Dienstleister zur automatischen Meldung; europäischer Aufsichtsrahmen ist die MiCA-Verordnung (EU 2023/1114). Ob Mining privat oder gewerblich einzuordnen ist, hängt vom Einzelfall ab und sollte mit einer Steuerberatung mit Krypto-Schwerpunkt geklärt werden; eine fehlerhafte Einschätzung kann erhebliche finanzielle und strafrechtliche Folgen haben.

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Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Krypto-Mining birgt erhebliche Risiken, darunter hohe Stromkosten, Hardware-Verschleiß und volatile Kryptowährungskurse. Investitionen in Mining-Hardware sollten sorgfältig abgewogen werden. Vergangene Erträge sind kein Indikator für zukünftige Gewinne.

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